Leistungsbeurteilung

Bewertungsart wählen: Einzelnote, kumulativ oder additiv

Bei jeder Gewichtung wählst du eine von drei Bewertungsarten: eine Note je Leistung, eine gemeinsame Note (kumulativ) oder additive Punkte. So bildest du auch die Mitarbeit, wie es die LBVO will, aus vielen Beobachtungen.

  Bewertungsarten

Jede Gewichtung bekommt ihre eigene Bewertungsart

Eine Schularbeit ist eine Note für sich. Kleine Übungen zählen meist erst zusammen etwas, und die Mitarbeit setzt sich aus vielen Beobachtungen über das ganze Jahr zusammen. Notenheld hat dafür drei Bewertungsarten. Welche gilt, stellst du bei jeder Gewichtung ein.

  • Eine Note je Leistung. Jede Prüfung oder Aufgabe in dieser Gewichtung bekommt ihre eigene Note. Aus diesen Noten wird der Durchschnitt gebildet, und der zählt mit seinem Prozentanteil zur Gesamtnote. Bei Schularbeiten und Tests ist das der übliche Weg.
  • Eine Note für alle, kumulativ. Die Punkte aus mehreren Leistungen werden zusammengezählt und ergeben eine einzige Note. Gut geeignet für mehrere kleine Übungen, die zusammen als eine Einheit gelten.
  • Additive Punkte mit Plus und Minus. Hier sammelst du laufend Punkte, zum Beispiel ein Plus, wenn sich jemand gut einbringt. Aus dem Punktestand ergibt sich die Note. Gedacht ist das für die Mitarbeit, die sich ja über das Semester aufbaut.
Auswahl der Bewertungsart einer Gewichtung: eine Note je Prüfung, mehrere Prüfungen zu einer Note (kumulativ) oder laufende Mitarbeit mit Plus und Minus (additiv)

Die Bewertungsart stellst du bei jeder Gewichtung ein

  Mitarbeit

Die Mitarbeit besteht aus vielen Beobachtungen

Wie eine Leistungsart bewertet wird, legst du einmal fest. Danach wird so gerechnet. Die Schularbeit und die über Wochen gesammelte Mitarbeit stehen im selben Notenblatt, Hilfsspalten oder Nebenrechnungen brauchst du keine.

  • Was die LBVO verlangt. Die Mitarbeit muss aus laufenden Beobachtungen bestehen. Eine einzelne Leistung reicht dafür nicht.
  • Dazu passen additiv und kumulativ. Viele kleine Beiträge über das Jahr ergeben zusammen die Mitarbeitsnote, und man kann nachvollziehen, wie sie zustande kommt.
  • Es ist nur ein Vorschlag. Für die Mitarbeit sind passende Einstellungen vorbelegt. Welche du nimmst, entscheidest du, pädagogisch und rechtlich liegt das bei dir.
Notenblatt mit der Spalte Mitarbeit: je Schüler ein Plus- und ein Minus-Knopf und der aktuelle Punktestand
Rechenweg einer kumulativen Note: alle Prüfungen der Gruppe mit Punkten, darunter eine gemeinsame Note
Kumulativ: mehrere Prüfungen, eine Note
Spalte Mitarbeit im Notenblatt mit Plus und Minus je Schüler
Additiv: Plus und Minus sammeln
  Gewichtung

Eine Gewichtung allein ist noch keine Note

Die Gewichtung legt fest, welche Art von Leistung wie viel zählt. Damit sie in die Note eingeht, braucht sie mindestens eine Leistung. Das kann eine Aufgabe, eine Übung oder eine Prüfung sein.

  • Leere Gewichtungen werden übersprungen. Hat eine Gewichtung noch keine Leistung, bleibt sie bei der Berechnung außen vor. Als Null zählt sie also nicht. Die anderen Gewichtungen werden anteilig hochgerechnet.
  • Die Note rutscht deshalb nicht ab. Mitzählen kann eine Gewichtung erst, wenn du eine Leistung einträgst.
  • Ober- und Untergewichtungen. Eine Oberkategorie wie „Schularbeiten“ fasst mehrere Einträge zusammen, die sich ihren Anteil teilen. Das hilft, wenn ein Fach viele Leistungsarten hat.
  • Du kannst sie später ändern. Die Bewertungsart hängt an der Gewichtung. Änderst du sie, wird die Gesamtnote neu berechnet.
Liste der Gewichtungen eines Faches mit Leistungsart, Prozentanteil, Zuordnung und geplanter Anzahl, die Summe beträgt 100 Prozent

Die Gewichtungen eines Faches

  Welche wann

Welche Bewertungsart passt wann?

Die Tabelle hilft dir bei der Wahl, darunter findest du ein Beispiel aus Mathematik.

SituationPassende Bewertungsart
Schularbeit, Test oder eine andere klar abgegrenzte Leistungeine Note je Leistung
Mehrere kleine Übungen, die zusammen zähleneine Note für alle (kumulativ)
Mitarbeit und laufende Beobachtungen im Semesteradditive Punkte (Plus und Minus)
  • Drei Gewichtungen für Mathematik. „Schularbeiten“ zählen 60 % mit einer Note je Leistung, „Übungen“ 15 % kumulativ und „Mitarbeit“ 25 % mit additiven Punkten.
  • Wie gerechnet wird. Jede Schularbeit bekommt ihre eigene Note. Die Übungen des Semesters werden zu einer gemeinsamen Note zusammengezählt, und die Mitarbeit baut sich über das Jahr aus Plus- und Minus-Punkten auf.
  • Die Mitarbeit passt zur LBVO. Die Mitarbeitsnote beruht auf vielen Beobachtungen. Sobald jede der drei Gewichtungen mindestens eine Leistung hat, steht die Gesamtnote da. Jeden Rechenschritt kannst du dir anschauen.
Notenblatt mit drei Spaltengruppen: Tests, Arbeitsaufträge und Mitarbeit, rechts die Note

Drei Leistungsarten in einem Notenblatt

Häufige Fragen

Kumulativ heißt: Die Punkte aus mehreren abgegrenzten Leistungen werden zu einer Note zusammengezählt. Additiv ist für das laufende Sammeln gedacht, zum Beispiel für die Mitarbeit mit Plus und Minus. Dort gibt es außerdem Einstellungen wie Aliquotierung, einen Startwert oder die Orientierung am Klassenbesten.

Vorgeschrieben ist keine. Für die Mitarbeit gibt es aber passende Voreinstellungen. Laut LBVO soll die Mitarbeit nicht auf einer einzigen Leistung beruhen. Deshalb eignen sich hier vor allem die additive und die kumulative Art.

Eine solche Gewichtung zählt erst, wenn ihr mindestens eine Aufgabe, Übung oder Prüfung zugeordnet ist. Bis dahin wird sie in der Berechnung übersprungen, die Note fällt also nicht auf Null. Die anderen Gewichtungen werden anteilig hochgerechnet.

Ja. Die Bewertungsart gehört zur jeweiligen Gewichtung, und dort kannst du sie umstellen. Die Gesamtnote wird danach neu berechnet.

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